Das Institut für KI und demokratische Transformation (IfKI) öffnet seine Türen. Wir freuen uns, zur Eröffnung in unsere neuen Räume in der Palmaille 96 einladen zu können. Der Abend markiert einen Auftakt. Wir bieten in Hamburg einen physischen Raum für kritischen Dialog und Auseinandersetzung mit drängenden Fragen unserer Zeit, in dem über Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Transformation geforscht, nachgedacht und diskutiert wird. Technologischer Fortschritt löst Probleme und schafft dadurch neue. Fortschritt war noch nie eine Einbahnstraße in eine glänzende Zukunft. Ist KI lediglich ein Hype oder ist KI gerade dabei, unsere Welt grundlegend zu verändern? Was wären die Folgen für Demokratie, Rechtsstaat, Bewusstsein, Umwelt, Bildung, Kunst, Arbeit, usw.? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es und wer hat sie? Wir freuen uns, am Eröffnungsabend gemeinsam mit unseren beiden Gästen Dr. Constanze Kurz und Prof. Dr. Johannes Caspar in zwei Impulsvorträgen und einer anschließenden Diskussion erste Perspektiven auf das Themenspektrum und Spannungsfeld zu werfen, das uns als IfKI beschäftigen wird.
Dr. Constanze Kurz: Künstliche Intelligenz – zwischen Milliardeninvestitionen, Umweltfolgen und Risiken für die IT-Sicherheit
Die sog. Künstliche Intelligenz ist in den Alltag eingezogen, besonders Software, Bilder und Filme werden massenhaft generiert. Vor allem in Anbieter generativer KI-Anwendungen pumpen Investoren Milliarden. Aber was können diese KI-Technologien leisten, wo sind ihre Grenzen? Welche KI-Systeme sind nützlich und mit überschaubarem Risiko nutzbar, welche müssen als potentiell gefährlich angesehen werden? Was sollen die neuen KI-Agenten können, von denen alle grade sprechen? Und was bedeuten die neuen KI-Sprachmodelle eigentlich für die IT-Sicherheit? Und nicht zuletzt: Wie ist der veritable KI-Rechenzentrumsboom unter Umweltgesichtspunkten zu sehen? Dr. Constanze Kurz wird in ihrem Input auch analysieren, welche ethischen Fragen nun zu diskutieren sind.

Zur Person: Dr. Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Publizistin und Autorin von Sachbüchern über Technik, Computerisierung und Gesellschaft. Sie schreibt über Fragen des Datenschutzes, der technisierten Überwachung und der Ethik in der Informatik. Sie ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie arbeitet in der Redaktion von netzpolitik.org. Zuletzt erschien ihr Sachbuch über „Cyberwar“ bei C.Bertelsmann.
Prof. Dr. Johannes Caspar: Der Große Transfer. Recht am Limit
Prof. Dr. Johannes Caspar beleuchtet in seinem Input die immensen regulatorischen Herausforderungen der postdigitalen Moderne und gewährt einen schlaglichtartigen Einblick in eine Rechtswelt, die sich mit ihrer Hyperkomplexität an der Grenze zur Dysfunktionalität bewegt.

Zur Person: Prof. Dr. Johannes Caspar hat an der Universität Göttingen Jura studiert und 1992 zu Jean Jacques Rousseau promoviert. 1999 habilitierte er an der Universität Hamburg für die Fächer Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Rechtsphilosophie. Von 2009 bis 2021 war er der Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit und hat von 2015 bis 2021 die unabhängigen deutschen Datenschutzbehörden der Länder in der EU vertreten. Caspar lehrt und forscht als Honoraprofessor an der Universität Hamburg und arbeitet als freier Autor. Von ihm erschien zuletzt „Wir Datensklaven. Wege aus der digitalen Ausbeutung“ bei Ullstein.

